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What to expect in the Year 2030 - Youth 2030 Video Contest

Markus Baumgartner

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21.9.2019

Das von zwei Freunden und mir vor einiger Zeit für den Youth 2030 Video Contest der FH Oberösterreich erstellte Video "What to expect in the Year 2030" gewann am 20. September 2019 den 1. Preis des Wettbewerbs. Wie es dazu gekommen ist - plus einen Blick ins Projekt selbst - seht ihr in diesem Beitrag.

Das Video

Vorgeschichte

Alles begann damit, dass uns Herr Prof. Huber in einer Pause auf den Contest aufmerksam machte. Ohne lange zu zögern, beschlossen Michael Traxl und ich, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Leider hatten wir für die Erstellung des Videos nur 7 Tage Zeit und zu unserem Unglück fand am Wochenende vor dem Abgabetermin ein Festival statt, welches noch extra Zeit kostete.

Zuerst galt es ein starkes Team aufzustellen, um die Aufgabe bewältigen zu können. Zu unserer Verstärkung haben wir einen langjährigen Freund, Bernhard Reinsprecht, in unser Projektteam aufgenommen. Im zweiten Schritt entschieden wir uns dafür, das Programm „Blender“ für die Erstellung unserer Animation zu verwenden und einen Schlachtplan für die nächsten Tage zu erstellen. Spoiler: dieser konnte nicht eingehalten werden.

Nachdem die wichtigsten Dinge festgelegt waren, begannen wir, uns ein Konzept für das Video zu überlegen. Am Donnerstag starteten wir damit. Einen wirklichen Entschluss konnten wir aber erst am Sonntag (vier Tage vor Abgabe) fassen. Bis Sonntag schraubten wir somit alle am Konzept und brachten regelmäßig neue Ideen in die Projektgruppe ein. Auch erste Skizzen für Objekte, Fahrzeuge und Charaktere sind in der Zeit bis Sonntag entstanden. Anfangs wollten wir außerdem einen Erzähler in die Animation einbauen – eine Idee, die sich später nicht durchgesetzt hat.

Sonntag

Am Sonntag wurde schließlich das Konzept festgelegt. Nach langem Hin und Her zwischen einer Kurzgeschichte über den Charakter oder einem Tagesablauf im Jahre 2030 entschieden wir uns schließlich für letzteres. Mit einem klaren Konzept begannen wir mit der Erstellung einer Liste der benötigten Objekte sowie einem kleinen Storyboard. Am späteren Abend wurden dann auch schon die ersten Assets für die Animation fertiggestellt.

Montag

Pünktlich um 9:00 Uhr früh starteten wir mit einer kleinen Besprechung des Tagesablaufs auf unserem Discord Server und fingen leicht gestresst damit an, die Arbeit vom Vorabend fortzusetzen. Ziel war es, bis zum frühen Nachmittag mit allen zu erstellenden Objekten fertig zu werden. Gegen 12:00 Uhr, als erst ein bisschen mehr als die Hälfte fertig war, realisierten wir, mit was für einem Mammutprojekt wir es hier wirklich zu tun hatten. Um den Plan nicht aus den Augen zu verlieren, wurden einige Abänderungen durchgeführt. Von nun an arbeiteten Michael und Bernhard an den Assets, während ich mit der Zusammenstellung der Szenen sowie dem Animieren startete. Nach ca. 16 Stunden Arbeit war das Resultat folgendes: Es fehlten noch ca. 10 Objekte und ich war noch nicht einmal ganz mit dem Aufbau der Szene im Haus fertig. Etwas erschöpft und skeptisch gegenüber dem Erfolg des Projekts gingen wir zu Bett, um für den nächsten Tag Kraft zu tanken.

Dienstag

Leicht gestresst und etwas verschlafen führten wir am Dienstagmorgen unsere Arbeit fort. Die Objekte konnten bis zum späten Nachmittag fertiggestellt werden und ich wechselte meinen Fokus von der Hausszene, in welcher ich am Vormittag schon erste Animationen erstellt hatte, auf Szene 3 (die Busszene). Zur Info: unser Projekt war in 4 Szenen eingeteilt:1. Die Introszene 2. Morgenszene im Haus 3. Weg zur Arbeit im Bus 4. Passage im Büro.Bis zum Abend konnte ich einen Großteil der dritten Szene fertigstellen. Der Dienstag wurde somit mit einer fertigen Szene sowie einer angefangenen und allen fertiggestellten Objekten beendet. Es ist mir heute ein Rätsel, wieso zumindest ich, bis zu diesem Zeitpunkt noch fest davon überzeugt war, das Projekt bis zur Deadline am nächsten Tag um Mitternacht fertigstellen zu können.

Mittwoch

Der Tag der Wahrheit war gekommen. Die Erwartungen waren zumindest beim Aufstehen noch groß, weshalb auch eifrig weiter am Projekt gearbeitet wurde. Da ich der einzige war, der sich gut im Bereich Animation im Programm auskannte, musste ich alleine an den Szenen arbeiten, während Michael für die Sounds und Grafiken zuständig war. Bernhard konnte zu diesem Zeitpunkt leider nicht am Projekt arbeiten. Um 20:00 Uhr konnten wir eine fertig gerenderte Szene und die fast fertige Hausszene vorweisen. Die Hoffnung, das Projekt noch finalisieren zu können, war verflogen. Um einen kühlen Kopf zu bewahren, entschlossen wir uns, die 2. Szene fertig zu machen und nur den Weg vom Aufstehen in die Arbeit zu zeigen, da die Busszene bis dahin ja schon fertig war. Nicht jeder war davon überzeugt, jedoch hielt ich stark an der Idee fest, die 2. Szene zu beenden. Ein Blick auf die Uhr: 22:00. Die 2. Szene ist nicht fertig! Nebenbei wurde in Adobe After Effects das Video geschnitten und Sounds beigefügt.

Jetzt galt es, zügig zu arbeiten. Statt zu rendern, wurde die Szene mit einem Aufnahmeprogramm aus dem Viewport gefilmt. Somit hatten wir zwei fertige Szenen. Unter enormem Druck fügte ich die Clips in Adobe After Effects zusammen und legte die von Michael zuvor erstellten Sounds unter das Video. 23:30 Uhr: Das Video war bereit zum Rendern. Zwar waren alle unzufrieden mit dem Resultat jedoch auch einig, dass es besser sei als nicht einzureichen.

23:45 Uhr: Das Video war fertig gerendert. Michael hatte in der Zwischenzeit das Einreichungsformular ausgefüllt. Mit 15 verbleibenden Minuten und sehr langsamem Internet galt es nun, das Video hochzuladen. Da es mit meinem lokalen Internet unmöglich war in dieser kurzen Zeit das Video hochzuladen, verwendete ich einen Laptop sowie einen Hotspot auf meinem Handy (da das Handyinternet schneller war) und jagte nebenbei das Video auf dem Stand-PC durch ein Komprimierungsprogramm. Da es unklar war, ob das Video bis zum gewünschten Zeitpunkt fertig komprimiert sein würde lud ich das unkomprimierte Video auf meinem Laptop auf YouTube hoch.

Es war 23:55 Uhr. Das Video war zu 70% hochgeladen. Das Formular war ausgefüllt, wir warteten nur noch auf den Video-Link. Um 23:58 Uhr war es dann endlich so weit. Das Video war hochgeladen. Ich hatte den Link. Michael fügte ihn im Formular ein. Eine Minute später und wir hätten das Video vielleicht nicht mehr einreichen können. Um 23:59 Uhr hatte Michael das Formular weggeschickt. Wir hatten es geschafft! Naja, zumindest zum Teil. Zwar konnte man unsere Idee aus dieser Version durchaus wahrnehmen, aber wirklich zufrieden waren wir als Team nicht. Aus diesem Grund verfassten wir am selben Abend noch eine E-Mail an die Organisatoren des Wettbewerbs und baten um eine Fristverlängerung für unsere Einreichung, da wir nur eine Woche Zeit gehabt hatten.

Der Tag nach der Deadline

Etwas enttäuscht und müde wachten wir am nächsten Tag auf und betrachteten unsere noch ausständigen Aufgaben. Da ich das Projekt auch ohne Fristverlängerung fertigstellen wollte, arbeitete ich weiter am Video in der Hoffnung, doch noch eine Verlängerung zu erhalten.

Fristverlängerung

Der Freitag war unser Glückstag. Wir erhielten Zeit bis Mittwoch der nächsten Woche, um das Video fertig zu stellen. Glücklich und erleichtert führten wir in den nächsten Tagen die Arbeiten an unserem Clip in etwas entspannterer Form fort und hatten am Dienstag eine fertige Version. Am nächsten Tag um 16:00 Uhr reichten wir unser Projekt dann per Email nach und wurden in den folgenden Tagen definitiv als Teilnehmer akzeptiert.

Fazit

Es war ein teilweise wirklich chaotisches Projekt, da wir bis zum Schluss nicht sicher sein konnten, ob unsere Anstrengungen von Erfolg gekrönt sein würden. Aber im Endeffekt sind wir alle froh, dass wir es durchgezogen haben.

Galerie

Ein Blick hinter die Kulissen

Danksagung

Es war mir eine große Ehre, gemeinsam mit meinen guten Freunden Michael und Bernhard an diesem Projekt zu arbeiten, und ich finde, dass wir auf die Tatsache, den 1. Platz beim Youth 2030 Contest erreicht zu haben, wirklich stolz sein können. Weiters ist es uns besonders wichtig, uns bei unserem Herrn Direktor Mag. Gottfried Dangl für die Möglichkeit, dieses Projekt durchführen zu dürfen sowie die dreitägige Unterrichtsfreistellung, zu bedanken.Außerdem möchten wir uns recht herzlich bei Herrn Prof. Huber für den Hinweis auf den Wettbewerb sowie die gezielte Auswahl von Michael und mir bedanken. Und last but not least bedankt sich unser Team bei Frau MMag. Ursula Perschl für die Unterstützung bei der Organisation sowie ihrer Teilnahme am Tag der Preisverleihung an der FH Oberösterreich.

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